DENK MAL!

Kürzlich wurde das Haus auf dem Grundstück „Waldsteinweg 8“ abgerissen. Der Grund befindet sich im Besitz der Gemeinde. Ein den Gemeinderatsfraktionen nun vorgelegter Plan für die Neugestaltung dieser Fläche sieht vor, das sog. „Kriegerdenkmal“ am bisherigen Standort an der Wegegabelung Saalequelleweg / Waldsteinweg abzubauen und im rückwärtigen Bereich des Grundstückes „Waldsteinweg 8“ aufzustellen, wo im vorderen Bereich neue Parkplätze entstehen sollen. 

 

Ziel sei es, das Denkmal vollständig zu entfernen, um an bisheriger Stelle den Mündungsbereich der beiden Straßen verkehrstechnisch zu „entschärfen“. Die Einmündung des Saalequellewegs in den Waldsteinweg soll ebenfalls verlegt und auf dem dreieckigen Grundstück des Denkmals neu angelegt werden. Der bisherige Vorbereich am Denkmal würde zur Straße werden, der neue Geweg an der spitz zulaufenden Innenkurve dort entstehen, wo einst die drei großen Bäume hinter dem Denkmal standen. 

 

In diesem Entscheidungsprozess sollten die Zeller Gehör finden und die Möglichkeit haben die Pläne einzusehen, bevor eine Abstimmung im Gemeinderat dazu erfolgt. Wir haben daher beantragt, das Thema in der nächsten Sitzung öffentlich zu behandeln. Ein Denkmal zu versetzen will gut überlegt sein. Die Argumente dafür und dagegen gilt es ebenso abzuwägen, wie Kosten und Nutzen.

 

Für uns in friedlichen Jahrzehnten aufgewachsene Nachkriegsgenerationen ist es vielleicht weniger ein Denkmal, weil wir die Menschen, deren Namen dort im Stein stehen, meist nicht persönlich kannten. Ein Mahnmal sollte es aber schon sein. Denn wir tragen die Verantwortung dafür, dass keine neuen Namen dazukommen. Welche Bedeutung hat das Denkmal also für uns? Wie gehen wir damit um?

Die Straßenecke dort hat sich in den letzten Jahrzehnten ja nicht gerade zum Unfallschwerpunkt entwickelt. Wir Zeller und alle Ortskundige kennen die Stelle und passen unser Fahrverhalten entsprechend an. Ist eine „Entschärfung“ also so wichtig und uns ihr Geld wert? Wäre es sinnvoller, dieses Geld für eine Sanierung und Neugepflanzung des Denkmals an jetziger Stelle zu investieren, oder soll es dort weg?

 

Deshalb unsere Bitte: Sagt uns, wie Ihr grundsätzlich zur Versetzung des Denkmals steht. Geht auf die Gemeinderäte zu, teilt uns eure Meinung persönlich oder via facebook mit. Allen Ratsmitgliedern liegen die Planungen vor. Beteiligt euch bitte an der Diskussion, ihr Ausgang ist in jedem Fall ortsbildprägend.

 

Eure Aktiven Waldstein-Bürger e.V.


Gute Nachrichten im Frühling!

Auch wenn zu Beginn des Wonnemonats Mai die Temperaturen noch wenig frühlingshaft sind, sprießt es doch überall in der Natur.

Sogar die Baustellen schießen aus dem Boden. Gute Nachrichten, über die man reden sollte.

Allen voran unser Freibad. Zeitplan und Kosten liegen im Kalkulationsrahmen. Fast täglich lassen sich kleine Fortschritte erkennen. Wenn alles klappt, kann im Sommer 2022 aufgemacht werden.

Die Erneuerung der Asphaltdecke der Straße zum Waldstein ist abgeschlossen. Die Straße zur Oberhaid wird folgen.

Eckhaus Marktplatz 3: Abriss und Neubau stehen an

Jeweils Abriss und Neugestaltung der Fläche außerdem auch bei diesen drei Objekten:

a) Marktplatz 11, Abriss hat begonnen

b) Waldsteinweg 8, Abriss hat begonnen

c) Großlosnitz 13


Bei allen genannten Maßnahmen erhält der Markt Zell Zuschüsse aus diversen Fördertöpfen.

 

Dieses Jahr bringt also sichtbare Veränderungen mit sich, es entsteht viel Neues.

Außerdem laufen u. a. die Planungen für die Sanierung der Straße Hinterer Steinbühl samt abgehenden Stichwegen, beginnend ab Raiffeisenbank über die Saalebrücke bis zur Kreuzung an der Münchberger Straße. 

Es tut sich also was in Zell!


Zeller Freibad-Sanierung hat begonnen!

Kaum sind Schnee und Eis der Frühlingssonne gewichen, rollt schweres Gerät an. Mit vorbereitenden Arbeiten, wie dem Entfernen der Hecke, starteten jetzt Anfang März die Arbeiten am Zeller Freibad – endlich. Im August 2014 besiegelte der Riss der blauen Beckenfolie des großen 50 Meter-Schwimmer-Beckens das Aus des Bades, wie es Generationen von Besuchern in den vorangegangenen Jahrzehnten kennen und lieben lernten. Für den Markt Zell zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die millionenschwere Verschuldung der Kommune erschwerte eine Reparatur, machte sie eigentlich unmöglich. Mit dem Austausch der Beckenfolie alleine wäre es nicht getan gewesen. Die marode Technik aus den Siebzigern war ebenso ein Sanierungsfall. Zumindest der Notbetrieb des kleinen Beckens für die Kinder war in den folgenden Jahren möglich. Schon im April 2015 machten wir im Rahmen unseres Konzepts „Natourismus“ erste Vorschläge für eine Weiternutzung unseres Bades, im Oktober 2016 fragten wir erfolglos um finanzielle Hilfen beim damaligen Finanzminister Söder an.

 

Wie also saniert man ohne Geld ein Freibad? Kritische Stimmen meinten, man solle es zuschütten oder eine Forellenzucht einrichten. Ein Naturbad kam als Alternative ins Spiel, Bäder anderer Gemeinden wurden besichtigt, Rechenspiele betrieben und die Politik wieder und wieder um Hilfe gebeten. Es musste eine Lösung her, was sich aber als schwierig herausstellte, da bei allen Überlegungen am Ende eine Summe aufgerufen wurde, die vom ohnehin gebeutelten Zeller Haushalt nicht aufzubringen war. Dennoch kam es zu einer Grundsatz-Abstimmung im Gemeinderat für eine Neugestaltung des Freibades. Einstimmig über alle Parteigrenzen hinweg erklärte man sich bereit, bis zu 1 Mio. Euro in die fälligen Arbeiten zu investieren, um das Bad als Einrichtung für kommende Generationen zu erhalten.

Bei geschätzten 3,5 Mio. Euro, die eine Komplettsanierung des Bades kosten würde, bliebe aber der Großteil der Ausgaben ungedeckt. Das Projekt lag also erneut auf Eis. Staatliche Förderprogramme für Freibäder gab es nicht, oder Zell wurde als Bewerber bei der Vergabe nicht berücksichtigt. 

 

Nachdem aber Millionen aus den unterschiedlichsten Töpfen in die Therme in Weißenstadt, ins Staatsbad in Bad Steben oder auch in den Hofer Eisteich investiert wurden, wollten wir die Hoffnung für unser Zeller Bad dennoch nicht aufgeben.

Anfang August 2018 machte mich Thomas Rau darauf aufmerksam, dass eine neuaufgelegte Förderung des Bundes käme, die vielleicht passen würde. Aus vorangegangenen Förderperioden dieses Programms erhielt die Stadt Hof damals den Zuschlag für die Eisteich-Sanierung. Die Neuauflage in 2018 kam recht überraschend und wurde kaum beworben, zumindest sind die Informationen darüber in Zell nicht bekannt gewesen. Per Mail haben wir damals die Gemeinde aufgefordert, trotz Urlaubszeit kurzfristig noch im August eine Gemeinderatssitzung einzuberufen, um die Bewerbungsfrist Ende des Monats einhalten zu können. Kurz darauf trat der Gemeinderat in einer Sondersitzung zusammen und beschloss, sich für diese Förderung zu bewerben. Ein Hoffnungsschimmer am Horizont!

 

Das Interesse der Kommunen am Förderprogramm war bundesweit so groß, dass die Fördermittel aufgestockt und die Bewerbungsfrist verlängert wurden. Bei diesem enormen Run auf die Staatsgelder kamen Zweifel daran auf, dass ausgerechnet wir als kleines fränkisches Dorf mit einem nennenswerten Zuschuss unser Freibad sanieren und erhalten können. Naja, den Rest kennt ihr: Zell bekam den Zuschlag und die damit verbundene 1,7 Mio.-Förderung, stieg in die Detailplanung ein und träumt seitdem vom neuen Zeller Freibad.

 

Da hatten wir wohl den einen oder anderen Fürsprecher an entscheidender Stelle. Für ihr Engagement bedanken wir uns insbesondere bei Landrat Dr. Oliver Bär, Dr. Hans-Peter Friedrich und nicht zuletzt Klaus Adelt ganz herzlich!

 

Wie wäre es wohl gekommen, wenn der Thomas mir damals nicht Bescheid gegeben und die Mail ans Rathaus nicht geschrieben hätte? Wäre man anderweitig auf das Förderprogramm aufmerksam ge(-macht) -worden? Hätten wir als Gemeinde uns noch rechtzeitig beworben? Wenn wir also durch unser Zutun dazu beigetragen haben, dass das seit der Schulsanierung in den 60er Jahren größte Bauprojekt der Gemeinde endlich finanziell gesichert angegangen werden konnte, haben sich Aufwand und die vielen Diskussionen mit Gegnern des Bades und anderen Bedenkenträgern aber letztlich gelohnt.

 

Der Startschuss ist also endlich gefallen. Jetzt steigt erstmal die Vorfreude aufs „Anschwimmen“, das hoffentlich im Sommer 2022 stattfinden kann.  Daumen drücken ist angesagt! Das Wetter und die Kosten müssen mitspielen.

 

Viele Grüße!

Matthias Bloß

 

Historische Ansichten: Slg. Unglaub/Roßner


Schließung der Filiale der Sparkasse in Zell

Antrag auf Prüfung der Nachnutzung der Räumlichkeiten als Dorfladen

Die Lichter der Zeller Sparkassenfiliale sollen laut Veröffentlichung in der Tagespresse im kommenden Frühjahr endgültig erlöschen – die Filiale wird geschlossen. Eine Entwicklung, die vielleicht auch aufgrund des veränderten Verhaltens von und allen als Bankkunden absehbar war. Zunehmendes Homebanking und die Nutzung von Online-Möglichkeiten für Finanzdienstleistungen tun ihr Übriges.

 

Vielleicht ist das aber auch eine Chance, in diesen Räumen den lange diskutierten Dorfladen einzurichten. Viele weitere Möglichkeiten werden wir dafür aufgrund der Anforderung an ein solches Gebäude in zentraler Ortslage nicht bekommen.

 

Als AWB haben wir daher einen Antrag an die Marktgemeinde formuliert, mit dem wir um Prüfung bitten, ob eine solche Einrichtung als Nachfolgelösung im Erdgeschoss der Bankfiliale in Frage kommt.

 

Wenn ihr auch der Meinung seid, dass es mit einem Laden vorangehen soll, geht bitte auf die Mitglieder des Gemeinderates zu und unterstützt die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und nach einem Betreiber/Pächter.  Denn Gemeinde sind wir alle.

 

Eure Aktiven Waldsteinbürger


Aktuelles aus Zell

Entfall der Herbstkirchweih

Corona-bedingt entfällt die diesjährige Herbtskirchweih.

 

Kein Wiesenfest in 2021

Auch im kommenden Jahr wird es kein Wiesenfest am Zeller Haidberg geben. Erst im Jahr darauf wird der zweijährige Turnus in bekannter Form wieder beginnen. Das nächste Wiesenfest findet damit vom 15. Bis 18. Juli 2022 statt. 

Zum Trost: Die Laienspielgruppe Zell plant ihr bekanntes Sommerfest im Park für 2021!

 

RockmanRun

Erstmals findet in Zell am 12.06.2021 die Austragung des RockmanRun statt. Die Veranstalter lassen 400 Teilnehmer für diesen „Geländelauf mit Hindernissen“ zu, den es entweder auf der kleinen Distanz von 9 KM, oder der großen mit 19 KM in der Waldstein-Region zu bewältigen gilt. Als Festgelände steht das Areal des TSV Zell an der Reinersreuther Straße zur Verfügung. Vereine haben die Möglichkeit, sich einzubringen. Für Vorabinfos steht Sven Schellhaas als Mitglied des Organisatoren-Teams zur Verfügung.

 

Eckhaus „Marktplatz 3“

Nach jahrelangen Debatten, Planungen und mehreren Anläufen steht nun fest: Keine Sanierung, sondern ein Neubau soll es werden. Für den baufälligen Schandfleck am Marktplatz erhielt der Markt Zell zwar ursprünglich die Förder-Zusage für eine Sanierung, die dann aber überraschend doch aus wirtschaftlichen Gründen seitens der Regierung von Oberfranken zurückgezogen wurde. Die Erkenntnis, dass ein Neubau günstiger käme, war ausschlaggebend. Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung am 25.09.2020 einstimmig den Bauplan für dieses Vorhaben, das zügig umgesetzt werden soll.

 

Gebäude „Marktplatz 11“

Der Abriss und die Neugestaltung der Freifläche wird hochprozentig gefördert. Nun steht die Umsetzung der Maßnahme an.

Auch der Marktplatz selbst ist nicht aus dem Fokus gerückt. Es bestehe Einigkeit mit dem Landratsamt, diese Sanierungs-Maßnahme in 2022 anzugehen.

Der aktuelle Planungsstand sieht vor, die Bau- und Sanierungsmaßnahmen in der Zeller Ortsmitte in 2022 anzugehen, so dass der Markplatz zur 700-Jahr-Feier in 2023 sich von seiner besten und neuen Seite zeigt.

 

Anwesen „Großlosnitz 11“

Das Haus wird von der Gemeinde gekauft und abgerissen. Über das Programm „Förderoffensive Nordostbayern“ wird das Projekt gefördert. Im Anschluss ist geplant, auf der Freifläche einen Spielplatz für die Großlosnitzer Kinder zu errichten.

 

Förderung der Kinder- und Jugendarbeit

Wie in den Vorjahren können sich auch wieder in diesem Jahr die Zeller Vereine um die finanzielle Unterstützung ihrer Arbeit durch die Gemeinde bewerben. Die Bewerbungsfrist wird bis Jahresende verlängert.

Als Fraktion haben wir angeregt, die zur Verfügung stehenden Mittel von 1.500€ aufzustocken und Verteilschlüssel zu modifizieren. Da die Vereine sämtliche Feste mit Ihren Mitgliedern bestreiten und die Gemeinde auch beim Wiesenfest tatkräftig unterstützen, sollte nun den Vereinen (auch teils wegen Corona-bedingtem Wegbrechen von Einnahmen) mehr Unterstützung zukommen und geholfen werden. In einer der künftigen Sitzung wird sich der Gemeinderat damit befassen.

 

Sanierung von Straßen

Die Planungen für die Sanierung der Straße „Hinterer Steinbühl“ und der Zufahrt zum Waldsteinhaus gehen voran. Aufgrund des schlechten Zustandes der Asphaltdecken, sollten beide Maßnahmen zeitnah angegangen werden.

 

Finanzen

Am Rande der Besprechung zum verabschiedeten Nachtraghaushalt für 2020 gab die Verwaltung bekannt, dass die Verschuldung der Kommune Ende 2020 voraussichtlich auf ein historisches Tief sinken wird. Bei der oft zitierten Pro-Kopf-Verschuldung sie ein Wert von unter 290€ anvisiert. Damit würde der bayerische Landesdurchschnitt deutlich unterschritten, obwohl dieses Jahr keine Sondertilgung vorgesehen ist.

 

Bei Fragen zu den Projekten stehen euch die AWB-Gemeinderäte Nadja Rudolph, Gerd Kilpert, sowie Marius und Matthias Bloß gerne Rede und Antwort. Sprecht uns drauf an.


Zell lässt Funkmast bauen

Vor mehr als fünf Jahren kam die Telekom auf den Markt Zell mit der Suche nach einem Standort für einen Mobilfunkmast im Gemeindebereich zu. Der sog. „Suchkreis“ definiert dabei den Bereich, in dem die Telekom vorzugsweise den Mast errichten möchte. Dieser Suchkreis umfasst hauptsächlich den Bereich Ortsmitte, Marktplatz, Bahnhofstraße, sowie teils gewerblich genutzte Flächen rund um den Bauhof / Fa. Achenbach und Fa. Müller-Zell. Bereits in der vorangegangenen Amtsperiode des Gemeinderates wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die teils hitzig diskutierten möglichen Standorte auf ihre Eignung hin zu überprüfen.

 

In der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag 30.07.2020 war das Thema Mobilfunkmast der wesentliche Tagesordnungspunkt. Neben der Kommunalbeauftragten der Telekom, Frau Pohl, war auch Herr Ullrich von der mit dem Gutachten beauftragten Firma "Funktechanalyse" zur Sitzung anwesend. Zusammenfassend erbrachte die Vorstellung des Gutachtens folgendes Ergebnis:

 

Drei von den geprüften acht Standorten seien aufgrund gegebener Geländeeigenschaften und der deswegen zu erwartenden Feldstärken-Immissionen geeigneter als die anderen. Es handelt sich dabei um den von der ÜWG favorisierten Standort direkt am Wiesenfestplatz, sowie um zwei Standorte auf dem ehem. Müller-Zell-Areal und in der Nähe des Bahndammes am Rande des Bauhof-Gelände (zwei Vorschläge der damaligen SPD-Fraktion). Ein weiterer Vorschlag, den Mast abseits angrenzender Wohnbebauung am ehem. Bahndamm hinter dem Gelände der Fa. Achenbach zu errichten, wurde abgelehnt.

Bei der folgenden Abstimmung wurde mit der Stimmenmehrheit von ÜWG und CSU zuerst der aus 2015 stammende Beschluss aufgehoben, mit dem man sich damals auf einen Mindestabstand von 200 m zur nächsten Wohnbebauung verständigte. Der danach von BGM Penzel formulierte Beschluss, der für den Standort am Haidberg-Festplatz sei, erhielt ebenfalls die Stimmen von ÜWG und CSU. Dagegen stimmten SPD und AWB. 

Aufgrund der Stimmenverhältnisse im Gemeinderat konnte nicht verhindert werden, dass voraussichtlich in 2-3 Jahren ein bis zu 40 m hoher Betonmast am Wiesenfestplatz stehen wird. Nach bisherigen Planungen soll der Funkmast auf der Schotterfläche neben dem Toilettenhaus errichtet werden. An welcher Stelle genau und ob der Bereich um den Mast eingezäunt werden muss, wird die „Feinplanung“ ergeben, so die Aussage der Vertreterin der Telekom. 

 

Wir alle wollen auf eine sichere Mobilfunkverbindung zurückgreifen können, am besten überall gut ausgebautes Netz haben. Dass also auch Sendeanlagen dafür errichtet werden müssen, ist allen klar. Bleibt also die Frage, ob der nun gewählte Standort tatsächlich die beste Wahl ist, oder nur ein schlecht verhandelter und letztlich teurer Kompromiss. Aber dazu werden sich künftig nicht nur wir Zeller, sondern auch unsere Gäste auf dem Wohnmobilstellplatz und die Besucher künftiger Wiesenfeste eine eigene Meinung bilden müssen, wenn sie unseren Haidberg besuchen. Im Hinblick auf eine denkbare Erweiterung des Baugebietes zwischen Schiller- und Haidbergstraße dürfte der Ausblick auf einen solchen Riesen kaum kaufanregend auf potentielle Bauherren wirken. 

 

Aus unserer Sicht war es keine gute Entscheidung für unseren Ort, Chancen ihn weiterzuentwickeln werden eingeschränkt.

 

AWB, 30.07.2020


Der Zeller Gemeinderat formiert sich neu

Am 08. Mai 2020 fand die konstituierende Sitzung des frisch gewählten Gremiums Corona-bedingt in der Pausenhalle der Schule statt, um Abstandsgebote während der Versammlung einhalten zu können.

 

Neben Bauanträgen, dem diesjährigen Badebetrieb im Freibad, dem Wiesenfest und weiteren Tagesordnungspunkten, ging es vorab um die Vereidigung der neuen Ratsmitglieder, die Wahl weiterer Bürgermeister und um die künftige Zusammensetzung der Ausschüsse.

 

Die 14 Sitze (ohne Bürgermeister) verteilen sich wie folgt: ÜWG: 5 Sitze ( + 1 Bürgermeister); AWB: 4 Sitze; CSU: 3 Sitze; SPD: 2 Sitze

 

Von den fünf neu in den Marktgemeinderat Gewählten gehören drei der Fraktion der Aktiven Waldsteinbürger an. Nadja Rudolph, Gerd Kilpert und Marius Bloß bilden folglich mit Matthias Bloß (v. r. n. l. im Bild) die damit zweitstärkste Fraktion im Gremium.

 

Die Wahl zum zweiten Bürgermeister entschied Monika Jakob (CSU) als einzige Bewerberin einstimmig (15) für sich. Dritter Bürgermeister wollten mit Georg Bergmann (ÜWG) und Matthias Bloß (AWB) zwei werden. Von 15 Stimmen entfielen auf Bergmann neun, auf Bloß sechs.

 

In die Ausschüsse entsenden wir je zwei Vertreter, die ÜWG drei. CSU und SPD je einen. Im Aufsichtsrat der "Markt Zell Wohnen GmbH" sind wir künftig mit zwei von sechs Mitgliedern vertreten. Das Kuratorium der "Trude-Popp-Stiftung" besteht aus je einem Vertreter der vier Fraktionen.

Marius Bloß wurde zum Jugendbeauftragten der Gemeinde bestellt, ebenso wie Tobias Puchta (CSU).

 

FREIBAD

Gemäß dem Beschlussvorschlag der Verwaltung sollte das Freibad im Jahr 2020 geschlossen bleiben. Wir stellten den Antrag, diese Entscheidung auf die Sitzung Ende des Monats zu vertagen und parallel dazu den Badebetrieb technisch vorzubereiten. Unser Ziel ist es, die endgültigen Vorgaben aus München zu möglichen Bäderöffnungen abzuwarten, so wie es andere Kommunen mit Bädern in der Region auch tun.

Erst wenn die Rahmenbedingungen dafür aufgrund von Corona geklärt sind, soll eine Entscheidung darüber getroffen werden. Außerdem geht es auch darum, ob die Beachvolleyball-Anlage und Kiosk geöffnet und die Wiese zugänglich gemacht werden. Offensichtlich wurden die Vorbereitungen dazu bisher nicht angegangen. In einem Ausnahmejahr wie diesem Jahr, in dem vielleicht die sonst gewohnten Reisen ins Ausland im Sommer nicht wie gewohnt stattfinden können, sollte die Gemeinde als Badbetreiber alles versuchen, um unser Freibad selbst mit Einschränkungen zu öffnen. Als Argumente gegen eine Öffnung wurden Personalprobleme im Bauhof und der zeitliche Vorlauf, den die Anlage für Wartungs- und Vorbereitungsarbeiten benötigt, aufgeführt.  

Ja, es kann sein, dass wir unser Bad nicht öffnen können. Entscheiden sollten wir das aber erst, wenn alle Kriterien bekannt sind. Noch ist wohl auch nicht geprüft worden, ob der Förderverein oder die DLRG unterstützen können. Bei drei Gegenstimmen ist unser Antrag auf Vertagung der Entscheidung angenommen worden.

 

WIESENFEST UND SOMMERKIRCHWEIH

Beim diesjährigen Wiesenfest herrschte Einigkeit im Rat darüber, dass es nicht stattfinden sollte und dementsprechend abgesagt wird. Ob es im nächsten Jahr nachgeholt, ob der Turnus gar im Hinblick auf unser Jubiläumsjahr 2023 verschoben wird, etc., darüber soll nach Anregung von Bürgermeister Penzel im September beraten werden. Außerdem schlugen wir die Rücksprache mit der Laienspielgruppe vor, da die bei einer Verschiebung auf 2021 ihr für das dritte Juli-Wochenende angesetzte Parkfest angesetzt und dafür bereits Planungen laufen haben.

Ähnlich erging es der Sommerkirchweih, die am 05. Juli geplant war. Auch sie wurde abgesagt, zumal auch nur zwei Händlerzusagen vorliegen würden.

 

FUNKMAST

Seit Jahren schon beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Thema „Funkmast der Telekom“ und berät teils hitzig über mögliche Standorte. In der vergangenen Amtsperiode wurde ein externer Sachverständiger damit beauftragt, von der Gemeinde vorgeschlagene Standorte auf Ihre Eignung hin zu prüfen. Dessen Abschlussbericht liegt der Gemeinde längst vor, wir beantragten nun die Bekanntgabe an die Fraktionen.

Liebe Zeller, wir werden euch auch künftig auf diesem Weg über unsere Arbeit als Fraktion der Aktiven Waldsteinbürger im Gemeinderat berichten. 

 

Allen Mandatsträgern wünschen wir „ein glückliches Händchen“ bei anstehenden Entscheidungen und hoffen in den kommenden sechs Jahren auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit über alle Fraktionen hinweg. Die oft beschworene Überparteilichkeit sollte für uns alle keine leere Phrase sein, denn an unserem tatsächlichen Handeln und unseren Entscheidungen werden wir gemessen.

 

Eure AWB

Kontakt

Aktive Waldsteinbürger e. V.

Matthias Bloß

Falkenweg 7

95239 Zell im Fichtelgebirge

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